Österreich investiert enorme Summen in die Modernisierung seines Straßennetzes. Im Zuge der so genannten Welser Spange wurden von Dürr-Austria zwei Tunnel gebaut, die mit modernster Steuerungstechnik ausgestattet sind. Die Anlage vereint Profibus und Ethernet Ringe in einem Konzept, das allerhöchsten Sicherheitsansprüchen genügt.
Die Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-AG verantwortet mit 1500 Mitarbeitern an 53 Standorten den Betrieb und Ausbau des Straßennetzes. Eines der wichtigsten Bauprojekte verbindet für insgesamt 142 Mio. Euro das Voralpenkreuz mit der A8 bei Wels und verkürzt die Fahrzeit um 30 Minuten. Im Zuge der sogenannten Welser Spange wurden von Dürr-Austria zwei Tunnel gebaut, um die 4,3 km der insgesamt 11 km langen Verbindungsstrecke einzuhausen.
Die gesamte Anlage genügt allerhöchsten Sicherheitsansprüchen, wobei Redundanzmechanismen spätestens seit den Tunnelunglücken der vergangenen Jahre ein absolutes Muss sind. In der Feldebene sind die Anlagenteile Verkehr, Beleuchtung, Lüftung, Sicherheitstechnik etc. größtenteils mit autarken Steuerungseinheiten von AutomationX realisiert.
Die Datenverbindungen der Steuerungen mit ihren ca. 12 000 Datenpunkten sind auf mehrere redundante Profibus Ringe aufgeteilt. Die übergreifende Vernetzung der Tunnelanlagen mit der Betriebszentrale erfolgt mit doppelt ausgeführten Ethernet Ringen. Die Tunnelsteuerungsgeräte in der Zentrale sind ebenfalls redundant aufgebaut.
Ein entscheidender Vorteil dieser Anlagenstruktur mit verteilter Intelligenz und mehrfacher Redundanz ist, dass selbst Doppelfehler toleriert werden können! Für die geplante übergreifende Vernetzung der regionalen Tunnel ist die Anlage durch die transparente und sichere Datenvernetzung von den einzelnen Komponenten im Tunnel bis zu der lokalen Verkehrsleitwarte bestens vorbereitet. Die vertikale Integration erlaubt außerdem eine effiziente und schnelle Wartung der Anlage, was außer Sicherheits- auch betriebswirtschaftliche Vorteile hat.
Projektparameter
Lösung